Statement des Bundesverbands der Justizwachtmeister e.V. zum Brandanschlag in Berlin:

Der Bundesverband der Justizwachtmeister e.V. verurteilt aufs Schärfste jede Form von Gewalt und Bedrohung gegenüber Bediensteten im öffentlichen Dienst. Die brutalen Drohungen, die im Zusammenhang mit den jüngsten Brandanschlägen auf die Autos von JVA-Beamten veröffentlicht wurden, sind inakzeptabel und gefährden nicht nur die Sicherheit unserer Kolleginnen und Kollegen, sondern auch das Vertrauen in unseren Rechtsstaat.

Die Veröffentlichung personenbezogener Daten von JVA-Bediensteten und die Ankündigung, diese direkt zu attackieren, zeigen das Ausmaß der Gefährdung, dem unsere Kolleginnen und Kollegen ausgesetzt sind. Wir stehen solidarisch an der Seite unserer Kolleginnen und Kollegen und fordern die zuständigen Sicherheitsbehörden auf, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um diese kriminellen Machenschaften zu stoppen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir als Gesellschaft jegliche Form von Gewalt und Einschüchterung ablehnen. In diesem Sinne appellieren wir an die Politik, notwendige Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit und Arbeitsbedingungen aller Bediensteten nachhaltig zu verbessern.

https://www.bild.de/regional/berlin/berlin-linksradikale-machen-jagd-auf-jva-mitarbeiter-668be0a4c22da971a1737aec

Bundesjahreshauptversammlung vom 23.04.2024 bis 24.04.2024 in Köln.

 

Wir möchten euch einen kleinen Einblick in die diesjährige Bundesjahreshauptversammlung vom 23.04.2024 bis 24.04.2024 in Köln geben, die geprägt war von wichtigen Neuwahlen des Vorstands.

Das Vorstandsteam des Bundesverbandes der Justizwachtmeister setzt sich wie folgt zusammen:

  • Bundesvorsitzender: Alldo Hertramph (Niedersachsen)
  • 1. Stellvertreter: Markus Blaum (Rheinland-Pfalz)
  • 2. Stellvertreter: Mario Hagenreiner (Bayern)
  • Kassenwart: Rolf Ihlau (Sachsen-Anhalt)
  • stv. Kassenwart: Tim Boysen (Schleswig-Holstein)
  • Schriftführerin: Svenja Brecht (Niedersachsen)
  • stv. Schriftführer: Beatrice Hanf (Nordrhein-Westfalen)

Ein bedauerlicher Moment war der Rücktritt unseres langjährigen Bundesvorsitzenden Ralf Schorn, der aus persönlichen Gründen schweren Herzens sein Amt niederlegte. Wir möchten an dieser Stelle unsere aufrichtige Dankbarkeit für seine unermüdliche Hingabe und herausragende Leistung zum Wohle des Bundesverbandes der Justizwachtmeister e.V. zum Ausdruck bringen. Sein Beitrag und Engagement bleiben unvergessen.

Ebenso möchten wir unserem ehemaligen Kassenwart Frank Naumann  für sein unermüdliches Engagement und seine wertvolle Arbeit danken. Seine Kompetenz und sein Einsatz haben einen enormen Beitrag zum Erfolg unseres Verbandes geleistet.

Ein besonderer Dank geht auch an alle Landesverbände und Unterstützer, die mit ihrem Einsatz und ihrer Leidenschaft zur erfolgreichen Gestaltung und Durchführung dieser Jahreshauptversammlung beigetragen haben. Ohne Ihre Unterstützung wäre diese Veranstaltung nicht möglich gewesen.

Weiterhin möchten wir ausdrücklich auch unseren Kolleginnen und Kollegen des Landesvereins Nordrhein-Westfalen einen herzlichen Dank für Ihre hervorragende Gastfreundschaft aussprechen. Wir haben nichts vermisst und wurden äußerst herzlich aufgenommen.

Mit herzlichen Grüßen und großer Wertschätzung für das Engagement aller Beteiligten.

Alldo Hertramph
(Bundesvorsitzender)

Nadelstichverletzungen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

immer wieder wird berichtet, dass Bedienstete von Polizei, Zoll, Kommunalen Ordnungsdiensten, aber auch der Justiz durch Nadelstiche von Spritzen verletzt werden.

Teilweise entstehen diese Verletzungen durch „reinfassen“ in die Nadel, manchmal werden aber auch Spritzen als Waffe gegen Bedienstete eingesetzt.

Kommt es dann zu einer Verletzung, ist natürlich die Unsicherheit groß. Habe ich mich jetzt mit einer ansteckenden Krankheit wie HIV, Hepatitis, o.ä. angesteckt? Wie verhalte ich mich jetzt? Wie versorge ich meine Wunde? Wie groß ist überhaupt die Ansteckungsgefahr? Und was, wenn ich mich tatsächlich angesteckt habe?

Um Euch für solche Situationen bestmöglich vorbereiten zu können, haben wir eine Kooperation mit der Deutschen Aidshilfe geschlossen und ein „3 Säulen Konzept“ entwickelt.

Die erste Säule umfasst eine zeitgemäße Aufklärung durch die Deutsche Aidshilfe bezüglich ansteckender Krankheiten, Infektionswege, Risiken, Folgen durch Nadelverletzungen, Bisswunden, Spuckattacken etc..

Mitarbeiter der Deutschen Aidshilfe bieten für uns kostenlose Vorträge an, welche gerade für unseren Beruf sehr informativ und hilfreich sind. Bei Interesse wendet Euch einfach an Euren Landesverband.

Die zweite Säule ist die Checkliste Checkliste Nadelstichverletzung für den Notfall. Mit dieser Checkliste kann Schritt für Schritt abgearbeitet werden, wie wir mit Nadelstichverletzungen verfahren sollen.

Diese am besten für die Kolleginnen und Kollegen gut sichtbar auf der Wachtmeisterei und/oder an der Einlasskontrolle auslegen.

Die dritte Säule betrifft die Nachsorge, wenn sich jemand tatsächlich mit einer ansteckenden Krankheit infiziert hat. Es erklärt sich von selbst, dass jeder mit solch einer Situation erst einmal komplett überfordert ist. Für manche wird in einem solchen Moment die Welt zusammenbrechen.

Uns ist es wichtig, dass gerade bei solchen Szenarien niemand auf sich alleine gestellt sein wird. Daher erhalten sämtliche Mitglieder auch hier Unterstützung durch die Deutsche Aidshilfe, ob bei Begleitungen zu Therapien, Arztbesuchen, oder jeglicher Form der Seelsorge.

Bei Bedarf könnt Ihr Euch auch direkt an uns wenden.

Mit kollegialen Grüßen

Ralf Schorn